Notizen aus der Provinz

Sonntag, 25 Mai, 2008

Ein Lied für Europa

Gespeichert unter: Ueber das Lachen — Careca @ 0:39

HURRA!

Platz 23!
Und das vor solchen unmusikalischen Ländern wie Polen und England!
12 Punkte aus Bulgarien und zwei aus der Schweiz!
Da habt ihr es, ihr dämlichen Österreicher! Ihr wart noch nicht mal letzter!
Die Alpen-Connection hat uns mal wieder - wie üblich - die verdienten 24 Punkte verweigert.
Nur, die Ost-Connection hat natürlich mal wieder unberechtigterweise die Russen auf Platz 1 gewählt.
Immer die Ost-Connection!
Immer!
Immer die!
Hm. Liebe EurovisionSongContest-Fans, dreht die Tabelle doch einfach um und feiert die ‘No Angels’ als Drittplazierte.

Da werden die homosexuellen Männer und Frauen - Schwule und Lesben - nächstes Jahr in Moskau noch schwereren Stand beim EurovisionSongContest haben. Die Russen stehen auf Homosexualität noch weniger als die Belgrader. Die werden wohl schon mal deren Mob organisieren, um diese Homos in deren heterogene Sexualverhalten zu vergewaltigen.

Und ansonsten?
Wir rächen uns wie üblich. Beim Fußball. Diesmal bei der EM. Denn wer nicht singen kann, der muß ja nicht unbedingt den schweigsamsten 13ten Mann im Stadion haben …

Freitag, 23 Mai, 2008

Klimaversündiger “Dicke”

Gespeichert unter: Notizen an das Leben, Ueber das Lachen — Careca @ 18:50

Na also! Jetzt ist es auch in der Presse! Dicke haben einen Anteil an der schlechten Klimabilanz:
Sie essen zuviel, sie schwitzen zuviel, sie furzen zuviel, sie verbrauchen zuviel Energie, sie sind schlichtweg einfach zuviel.
Das Weltklima kann sie als massive CO2-Produzenten nicht verkraften!
Und wo hab ich’s gelesen?
Na, hier! Bei der Netzeitung, die immer mehr gen Boulevard schlingert.

Wobei, mir fällt da eine Szene ein, die ich in Brasilien miterlebt hatte:
In der südbrasilianischen Küstenstadt Balneário Camboriú, ein Mekka der argentinischen Strandtouristen:
Ein Mercedes Straßenkreuzer kommt angerauscht und hält vor einem Restaurant, einer Churrascaria, einer Art “All-meat-you-can-eat”-Restaurant. Die Tür des Wagens öffnet sich und ein unheimlich fettleibiger Mensch quillt heraus. Ein Restaurant-Page übernimmt den dann lässig zugeworfenen Fahrzeugschlüssel und die Masse Mensch wogt gen Eingangstür. Und als der Mercedes mit dem Pagen weg fuhr, merkte ich, der Wagen war ja gar nicht tiefer gelegt.
“Das ist der Besitzer der Churrascaria”, raunte mir mein Begleiter zu.
Der Koloss verschwand ohne Probleme durch die Tür in sein Restaurant. Rechtzeitig zum Abendessen.
Ich wette, wenn jener Mensch flog, dann buchte der gleich immer drei Sitze nebeneinander …

Alles klar.
Dick-sein ist klimaschädigend. Bei der saumäßigen Umweltbilanz, die solche dickleibigen Menschen vorweisen können.

Aber es gibt ja auch den staatlich legitimierten Ablasshandel in Sachen Klima. Die einen Länder kaufen den anderen CO2-Emissionsscheine ab und dürfen dafür mehr CO2 rauspusten.

Und so machen wir es auch bei fettleibigkeit. Wenn wir hier zu dick werden, dann sterben halt woanders ein paar Menschen mehr an Hunger.
Somit passt’s schon wieder in der Öko-Bilanz.
Man sieht, Dicke können nun wirklich nicht für das schlechte Klima haftbar gemacht werden.

Selbst Caesar wollte schon als Staatsmann Dicke um sich haben. Sie kamen, die Dicken. Und wer starb dafür? Eben. Der Hungerhaken Caesar und danach auch er, sein nicht minder Magermodell Sohn Brutus. Die waren zu dünn. Das hatte die Natur passend nun mal so eingerichtet.

Da brauch also niemand über Dicke als “Klimaverschandler” aufregen, solange wir hier nicht noch paar Verhungernde in der sogenannten Dritten Welt in petto haben.
Wir lassen uns doch unseren Hunger nicht vermiesen!
Auch nicht von der Netzeitung mit ihren Boulevard-Artikeln.

Mahlzeit.

Sonntag, 3 Februar, 2008

Fräulein Spears und ihr Gespür für Schnee (Teil 487)

Gespeichert unter: Ueber das Lachen — Careca @ 0:44

Auch wenn es niemand mehr hören kann und deshalb um so intensiver nachlesen (jau, ich auch), hier der ultimative Härtetest:

Der “traurige Britney Fan”:

http://www.orschlurch.de/video/trauriger-britney-fan.html

Und wer dieses Video durchgehalten hat, der darf nachher auch wieder auf DSDS oder Dschungel-Stars umschalten …

Donnerstag, 18 Oktober, 2007

Kühle Rechner

Gespeichert unter: Notizen an das Leben, Ueber das Lachen — Careca @ 6:54

Unterhaltung in einem Bus zweier ca. 7-jähriger:

“Katholisch ist viel cooler als evangelisch.”

“Aber evangelisch ist doch auch cool.”

“Überhaupt nicht. Die haben doch nur Konfirmation. Die Katholiken haben aber Kommunion und Firmung. Da gibt es dann doppelt soviel Geschenke und Geld von all den Gästen.”

“Echt? Cool!”

“Ja. Die geben einem immer viele Geschenke und viel Geld. Und bei den Katholischen zweimal. Stell dir vor. Von dem Geld könnt ich mir dann erst ne X-Box kaufen und zur Firmung dann ne PS3. Ich frag meine Mutter nachher, ob ich katholisch werden kann. “

Ein dreifaches “Hoch” auf unsere zweckorientierte Gesellschaft …

Montag, 8 Oktober, 2007

Aufgeschnappt

Gespeichert unter: Notizen an das Leben, Ueber das Lachen — Careca @ 6:14

Irgendwie ist es doch immer das gleiche mit euch Blogger. Je länger die Blog-Einträge und je häufiger dazu, desto größer die Einsamkeit des Schreibers. Nicht wahr?

Samstag, 1 September, 2007

Rauchende Colts wieder frei ab 18 …

Gespeichert unter: Blogroll, Pluster me up, Ueber das Lachen — Careca @ 23:50

ENDLICH!
Es wurde auch Zeit. Jugendliche ab 18 können wieder eine Lizenz für großkalibrige Waffen erwerben. Nach dem Massaker an jener Erfurter Schule hatten einige Politiker Bedenken, dass Jugendliche großkalibrige Waffen nicht verantwortungsvoll bedienen können. Daher wurde das Lizenzalter für großkalibrige Waffen von 18 auf 21 Jahre hoch gesetzt.

Nach fünf Jahren Marktbeobachtung kamen Politiker jetzt zu dem Schluss, dass Jugendliche sehr wohl mit großkalibrige Waffen verantwortungsvoll umgehen können. Der Beweis lässt sich darin finden, dass kein weiteres Schulmassaker stattgefunden hat. Das hat die Politiker enorm beruhigt.

Und darum dürfen auch alle 18-jährige gegebenenfalls mit großkalibrige Waffen, um sich ballern. Aber natürlich nur mit Lizenz. Wie beim Autofahren. Und wer mit großkalibrige Waffen ohne Lizenz an Schulen rumballert, wird festgenommen und eingebuchtet. Denn Waffenbesitz ist ja nicht ursächlich dafür, dass Menschen durch Waffen sterben. Ursächlich an dem Tod durch Kugeln, ist ja leider der schlecht kugelresistente Körper der Menschen und des Bürgers Unwilligkeit permanent mit Schusswesten herum zu laufen …
Ja, nee, ist klar, nech …

Irgendwann werde ich das ganze verstehen und nicht mehr so wirres Zeug schreiben.
Denn schließlich dürfen 18-jährige schon richtig heftige Ballermänner bedienen. Bei der Bundeswehr. Und da lernen sie ja wie es so geht mit dem zielgerichteten Erlernen der Waffenfunktionalität.

Dann werde ich einen gesellschaftlich voll akzeptierten Button am Revers tragen und darauf könnt ihr dann lesen: “Frieden schaffen mit großkalibrigen Waffen ab 18 Jahren”.

Und dann fühle ich mich voll logisch.
Und akzeptiert.

Bislang verwirrt grüßt

Careca

Montag, 6 August, 2007

Wer ist Deutschland?

Gespeichert unter: Notizen an das Leben, Ueber das Lachen — Careca @ 22:04

Du da
Weiter Karikaturen von Ralph Ruthe finden sich hier:
http://www.ruthe.de

Sonntag, 29 Juli, 2007

Die nationalen Witze

Gespeichert unter: Notizen an das Leben, Ueber das Lachen — Careca @ 17:50

Zwei Post vorher schrieb ich schon über die Studien aus dem Jahre 2002 vom britischen Psychologen Richard Wiseman und den Witz, über den international am meisten gelacht wurde.
Aber welchen Witz fanden die verschiedenen Nationen denn bei der Auswahl unter den 40.000 am witzigsten?

Die Belgier wählten ihren Witz:

Warum haben Enten so breite Füsse?
Um Feuer austreten zu können.
Warum Elefanten so breite Füsse?
Um brennende Enten austreten zu können …

Die Deutschen fanden diesen am witzigsten:

Ein General bemerkte wie sich einer Soldaten seltsam verhielt.
Der Soldat nahm jedes Stück Papier auf, das er fand, studierte es und sagte dann:
“Nein, das ist es nicht.” und warf es wieder zu Boden.
Das ging so eine Zeitlang weiter, bis der General sich entschließt, den Soldaten psychologisch untersuchen zu lassen.
Der Psychologe kommt zu dem Schluß, dass der Soldat einen Detscher hat und unterschrieb dessen Entlassungspapiere aus der Armee.
Der Soldat hob das Schreiben auf, lächelte und sagte.
“Das ist es!”

Die Kanadier fanden folgenden witzig:

Als die NASA das erste Mal Astronauten hochschickte, entdeckten sie sehr schnell dass Kugelschreiber in Schwerelosigkeit nicht funktionierten. Um das Problem zu bekämpfen, forschten NASA-Wissenschaftler ein Jahrzehnt und investierten 12 Milliarden Dollar, um einen Schreiber zu entwickeln, welcher in Schwerelosigkeit, Kopfüber, unter Wasser, auf nahezu allen Oberflächen inklusive Glas und bei Temperaturen vom gefrierpunkt bis 300°C schreiben konnte.
Die Russen nahmen einfach einen Bleistift.

Die Amerikaner lachten hierzu:

Ein Mann und ein Freund spielten eines Tages Golf in ihrem lokalen Golf-Club. Einer der beiden war gerade dabei auf dem Grün einzulochen, als er eine große Beerdigungsprozession auf der Straße in der Nähe der Bahn vorbeiziehen sieht. Der Mann stoppt in der Ausholbewegung, nimmt die Golfkappe ab, schließt seine Augen und kniet sich nieder zum Gebet.
Sein Freund sagt: “Wow, das ist wohl die am meisten denkwürdigste und berührenste Sache, die ich jemals gesehen habe. Du bist wirklich ein höflicher Mensch.”
Da antwortet der Mann: “Nun ja, wir waren schließlich 35 Jahre verheiratet.”

Jeder Humor ist halt anders.

Und welches ist Euer Top-Witz?

Bin mal gespannt.

Quelle der Witze: laughlab.co.uk

Der internationale Witz

Gespeichert unter: Notizen an das Leben, Ueber das Lachen — Careca @ 11:12

Der britische Psychologe Richard Wiseman hatte im Internet ca. 40.000 Witze gesammelt und international bewerten lassen. Und er hatte ihn gefunden, den Witz mit der breitesten nationenübergreifenden Akzeptanz.
Hier ist er:

Zwei Jäger befinden sich im Wald, als einer der beiden zusammenbricht. Er scheint nicht zu atmen und seine Augen glänzen. Der andere Jäger zückt sein Handy und wählt den Notruf. Er stößt hervor: „Mein Freund ist tot! Was soll ich tun?“ Er erhält den Ratschlag: „Beruhigen Sie sich! Als erstes versichern Sie sich, dass er tatsächlich tot ist.“ Stille – dann ertönt ein Schuss. Zurück am Telefon fragt der Jäger: „Ok, was jetzt?“

gefunden bei Wikipedia

Dienstag, 24 Juli, 2007

“War das etwa witzig?”

Gespeichert unter: Notizen an das Leben, Ueber das Lachen — Careca @ 20:11

Quentin Tarantino ist eine Sache für sich. Man mag ihn, liebt ihn, versteht ihn einfach nicht oder hasst ihn einfach nur.
Als “Reservoir Dogs” erschien, lief er mit nur wenig, aber steigender Beachtung an. Ich sah ihn erst viel später.
“Pulp Fiction” war der Knaller. Es dauerte fast ein Jahr, bis ich ihn mir anschaute. Ich war begeistert, denn meine Erwartung eines Mainstream-Filmes wurde gnadenlos enttäuscht.
Als dann 1996 “From Dusk Till Dawn” erschien und ich in den morgentlichen Nachrichten las, dass Tarantino diesen Film vom Regisseur Robert Rodriguez produziert hatte, war für mich klar, dass ich in die Vorstellung des ersten Tages musste. Dabei ist “From Dusk Till Dawn” kein Tarantino-Film. Und dass er dabei auch noch mitspielte, dass hatte ich gar nicht wirklich mitbekommen.
Ich gebe zu, dass mich das deutsche Kino-Plakat mit seinen Untertitel animierte. Es war ein Wort, welches den ganzen Film passend charakterisierte und aus vielen Adjektiven zusammengesetzt war. Ein Monster-Wort zu einem Monster-Film.

'Original_Ticket' von Careca

So saß ich denn ab 20:00 im Kino in den unteren Rängen und harrte den Dingen, die da kommen sollten. Ich dachte es wäre ein “Quentin Tarantino”. Aber was kam war ein “Robert Rodriguez”. Es waren annähernd geschätzt 10 Leute im Kino, welches ungefähr 400 Leute fassen konnte und die größte Leinwand Aachens hatte.
Der Film begann und schlug einen Bogen über Road-Movie hin zum Splatter-Film. Der Spannungsbogen war so brutal, dass es nicht nur mich aus den Sessel haute. Offenbar erging es vier, fünf Leute ebenso wie mir. Anfangs voll atemloser Spannung kippte die Handlung im Titty Twister nach der “Pussy-Show”.

That's what I call a fuckin' show

Ab dem entscheidenden Satz von George Clooney “War das etwa komisch?”(*), kurz bevor der Grinsewilli von den Gebrüdern Gecko gemeinsam gesiebt wurde, da schwenkte der Film in ein anders Film-Genre um.
Und alles das, was danach geschah, wurde nicht nur von mir mit genüßlichem Gelächter quittiert.

Es gilt dabei zu bedenken, dass wir Lachenden nicht die einzigen im Kino waren. Es gab da auch die von den zehn, zwölf Zuschauern, die ganz offenbar das weniger witzig fanden.
Aber das war mir so etwas von egal.
Ich krallte mich im Kino-Polster fest und hatte Mühe beim krallen, vor Lachen nicht vom Stuhl zu rutschen.

Als der Film dann zu Ende ging, und die Totale die Müllhalde hinterm “Titty Twister” zeigte, rutschte ich vor Lachen nun wirklich beinahe vom Kinsosessel (schlechtes Polster halt). Und nicht nur ich allein hatte dieses Lach-Problem, wie ich bei jemanden paar Reihen links vor mir bemerkte.

Der Abspann lief, das Licht ging an und rechts zwei Reihen vor mir standen vier Leute auf. Zwei Pärchen alteren Alters so um die vierzig. Absolut seriös und humorresistent, wie ich damals fand. Sie zogen während des Abspanns gefließentlich ihre Jacken an. Aber einer drehte sich mit leicht säuerlichem Gesicht direkt zu mir, den Lach-Belästiger, um und blaffte mich für jedermann laut und vernehmlich an:

“War das etwa witzig?!?”

In jenem Augenblick konnte ich mich wirklich nicht mehr vor Lachen halten. Ich rutschte buchstäblich lachend vom Sitz. Und hinter mir ging von den anderen fünf oder sechs Leuten eine verschärfte Lachsalve los.
Ja, ich fand die Frage oberwitzig.

Sorry für mein Lachen, liebe Leute von damals, dass ich den Teil der blutrünstigen Splatterhandlung vom Film nicht wirklich ernst nahm. Vielleicht hättet du mein Lieber Anblaffer nicht den Film für deine Frage zitieren sollen …

Aber das musste sein!



— ********


(*) P.S.:
Der wirklich letzte Satz des Road-Movie-Teils vom Film hieß freilich nicht “Do you think that was funny?” sondern “Sit down!”. Und dann begann der Splatter-Teil.

P.P.S.:
Wie ‘Senator Film Verleih’ mitgeteilt hat, startet “Planet Terror”, der zweite Teil der Tarantino/Rodriguez Filmreihe “Grindhouse”, nun erst am 04. Oktober 2007 in den deutschen Kinos.

Schade eigentlich. Als “Double Feature” wird das Gemeinschaftsprojekt dann wohl erst im November laufen.

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