Notizen aus der Provinz

Montag, 31 März, 2008

Kneipengespräch: Schön obszön

Gespeichert unter: Kneipengespräch, Notizen an das Leben, Pluster me up — Careca @ 23:57

Er saß wieder neben mir.
Vor sich ein Notebook mit WLAN.
Ich hatte schon einige Kölsch intus. Und er ebenfalls.
Und mir war nach dem letzten Kölsch so was von rollig, so was von rattig, so was von erhitzt!
Und er hatte garantiert Google auf seinem Rechner.
Die Antwort auf alle rolligen Fragen rolliger Männer.

Und da fiel von mir die verhängnisvolle Frage, während er zwischen Salzjebäck und Bier vor sich hin surfte …

- Und, was sagt dein Notebook? Wo ist Poppen angesagt?
- In Aurich und auch sonstwo in Ostfriesland.
- Was? Ich mein, wo gibt es am meisten Ficken?
- Etwas südlicher. Im Emsland. Oder auch Cuxhaven. Also auch Region Ostfriesland.
- Was denn? Wenn da soviel Poppen und Ficken … ähem, gibt es da so viele Muschis, Pflaumen, Mösen, Säcke, Pimmel und Schwanze?
- Nicht wirklich. Muschi gibt es nur zweimal in München, Pflaumen einmal in D-Dorf-Stadt, die meisten Mösen in Löbau-Zittau und Paderborn, Säcke laufen Dutzendweise in Berlin rum und Pimmel findest du am häufigsten in Rheingau-Taunus-Kreis. Und suchst du einen Schwanz, dann haste die meisten Chancen im Wartburgkreis, Sigmaringen und Berlin.
- Moment einmal! Wie soll das denn gehen?!? Das ist ja total mies verteilt. Steht da jeder auf etwa Wix …
- Nicht wirklich. Gerade mal ein Wixförtchen ist in Gütersloh aufzufinden.
- Na dann aber mindestens a Nal …
- So achtmal in Gelsenkirchen.
- Hoffentlich dann aber mehr Oral, oder?
- Nun ja. Oral gibt es am meisten in Hamburg, Mannheim und Berlin.
- Berlin, Berlin und wieder Berlin! Immer nur Berlin! Wie viel Berliner haben wir denn?
- Na ja, so über 300 und die meisten finden sich unter anderem in Hamburg.
- Häh? Ich dachte, da wären Hamburger?
- Quatsch. Hamburger findest du am meisten in Frankfurt und Umgebung, in der Nähe von Karlsruhe und in und bei München.
- Ja. Spinn ich denn? Du meinst die Bayern?
- Nein, Bayern gibt es nur im Oberallgäu und in Berlin. Die meisten Preußen dafür in München.
- Moment. Eigentlich wollte ich doch nur wissen, wo in Deutschland was abgeht. Da, wo die Rammelkammern sind. Wo sind Ram-mel-kam-mern?
- Im Nürnberger Land.
- Echt?
- Ja. Sechsmal.
- Echt das Nürnberger Land hat sowas? Du redest doch von Deutschland?
- Nein. Von Rammelkammern. Aber Deutschland gibt es am meisten in Berlin.
- Was? Ich versteh jetzt nur noch Bahnhof.
- Am meisten Bahn gibt es wiederum in Berlin, aber Hof findest du in Siegen-Wittgenstein und in Altenkirchen.
- Ich geb es auf. Dann frag ich jetzt mal geradlinig heraus: Wo finde ich heute abend eine Hure? Oder eine Nutte?
- Hure findet sich als Telefonbucheintrag nicht.
- Was? Null Nutte?
- Nutte soll es in Raststatt geben. Eine.
- Nur eine?
- Suche dir lieber einen Stricher. Da wirst du zumindest in Heinsberg oder Nordhausen fündig. Aber ich empfehle dir Heinsberg. Da haste auch noch religiösen Rückhalt. Denn die meisten mit Namen Pastor findest du in Aachen. Alles klar?
- Danke. Du bist ja total Wissend.
- Nein. Wissend lebt offenbar in Rosenheim. Gemäß den Daten von der Internetseite “Verwandte-Karten”.
- Das interessiert doch keine Sau!
- Ehrlich? In Deutschland gibt es 10 Telefonbucheinträge zum Namen Sau und damit ca. 26 Personen mit diesem Namen. Diese leben in 5 Städten und Landkreisen. Die meisten Anschlüsse sind in Uelzen gemeldet, nämlich 2. Weitere Kreise/Städte mit besonders vielen Namensträgern sind Emsland (2), Bielefeld (2), Essen (2) sowie Lörrach (2). Tran Sau kommt als kompletter Name in Deutschland am häufigsten vor.
- Aaaaaaaaaaaaaarrrrrrrrrrrrrrrgh …
- Nebenbei, wusstest du, dass der Name Ottovordemgentschenfelde circa 30 Mal in Telefonbüchern aufgeführt wird? Und einer davon war der stellvertretende Stadtbrandmeister Heinz-Dieter Ottovordemgentschenfelde. Dessen Abschied ist im Internet dokumentiert. Ansonsten: Niemand findet man am meisten im Hochsauerlandkreis und rate mal, wo noch? Eben! In Berlin! …

„Wir werden über Bücher sprechen, und zwar, wie wir immer sprechen: liebevoll und etwas gemein, gütig und vielleicht ein bisschen bösartig, aber auf jeden Fall sehr klar und deutlich. Denn die Deutlichkeit ist die Höflichkeit der Kritik der Kritiker.“
(Marcel Reich-Ranicki im Literarischen Quartett am 18. März 1993)

Tja, das war jetzt von mir der Versuch einer Buchbesprechung.
Der Versuch einer Telefonbuchbesprechung.
Ein weiterer Versuch auf dem Buchbesprechungsmarkt, originell zu sein …
Und das mit der Hilfe der Übersichtskarten von Verwandte.de

Hat’s gefallen?

„Und so sehen wir betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“
(Marcel Reich-Ranicki im Literarischen Quartett )

Anm.:
Ich weiß nicht, ob hinter den oben verwendeten Namen reale Personen stecken. Jene Namen habe ich lediglich in der oben verlinkten Seite eingegeben und Daten erhalte, von denen ich nicht weiß, ob sie richtig sind. Aber witzig fand ich es allemal.

Samstag, 22 März, 2008

Ramstein und die Rache am Osterhasen

Gespeichert unter: Notizen an das Leben, Pluster me up — Careca @ 14:14

Es ist amtlich.
Der Schnuffel-Kuschel-Song hat den ersten Platz der Single-Verkauf-Charts erklommen.
Noch vor Leona Lewis, Stefanie Heinzmann, No Angels und Fettes Brot.
“Du bist mein allerliebster Schatz!” dröhnt es Land auf, Land ab.
Passend zur Hasenzeit. Passend zu Ostern.
Haseneierjagdsaison …

Nur, wer kauft sich denn sowas?

Animiert durch andere Erfahrungsberichte hatte ich mich im Saturn strategisch günstig positioniert. Eine Stunde lang. Kein Käufer. Aber bei den anderen vieren wurde doch die ein oder andere CD rausgenommen.

Diese Verkleisterung der Gehörgänge aus den Sturm-und-Drang-Perioden der Jamba-Musik-Ingenieure fordert nach gnadenlosen Parodien.
Beim Sender 1 Live in derComedy-Rubrik finden sich inzwischen schon die ersten Versionen.
Meiner Meinung nach ist die Ramstein-Version die beste.
Einfach obigen Link anklicken und reinhören.

Ach ja, wer den originalen Schnuffel-Hasen-Song gekauft und/oder geladen hat, möge sich melden!
Hier im Kommentarbereich!
Und wer diesen Song mag, ebenso!
Outet euch hemmungslos!
Schliesslich ist das der momentan meistverkaufteste Song!

Samstag, 23 Februar, 2008

Jetzt wird es ernst!

Gespeichert unter: Notizen an das Leben, Pluster me up — Careca @ 15:37
ECHAD

STEIM

SCHALOSCH

So, Leute des heheren Glaubens an die eigene Potenz!
Ich habe gerade all eure Kafferlöffel verbogen.
Einfach so.
Ohne um eure Erlaubnis zu fragen.
Einfach so.

ECHAD

STEIM

SCHALOSCH

Das sagt der Geller, der urige -
“urig” kommt von “ur” - “ur” wie Urzeitkrebse und wenn man es langsam spricht, kann man es auch mit einem “h” schreiben; wie “uhr”-ig

Das sagt der Geller, der urige, immer vor seinen Publikumsbeschwörungen.

Sagt es mir jetzt nach:

ECHAD

STEIM

SCHALOSCH

Merkt ihr, wie es wirkt?
Es wirkt nicht?
Zuviel hebräisch?

Kein Problem.
Geht nicht über “Los”, zieht nicht “2000 Euro ein” sondern geht direkt ins Übersetzerstüble vom deutschen Juden Billy Wilder (soviel Humor ist jedem Antisemiten Deutschland eh zuviel und das mag ich). Denn der hat schon längst einen Film über “ECHAD, STEIM, SCHALOSCH” gemacht gehabt. Im Deutschen heißt das geniale Machwerk “Eins, Zwei, Drei” (”1,2,3″). Und Schlemmer ruft unisono immer noch dazu “Sitzen machen!”, während Hotte Buchholz stolz seinen Ehering - gemacht aus den Kanonen der russischen Armee von Stalingrad - in das Kamera-Objektiv reckt und das Pepsi-Girl vor Wonne zerfließt.

Sitzen machen!

Echad,
Steim,
Schalosch!

Eins, zwei, drei.

So, da dieses jetzt gesagt worden ist, empfehle ich euch direkt ins nächste Kaufhaus eures Gefallens zu gehen und neue Kaffeelöffel zu besorgen. Denn eure alten sind allesamt verbogen.

Echad,
Steim,
Schalosch!

So ist das halt.
Alles, was in der Warteschlange ist, wird verbogen.
Gerade Kaffeelöffel nur für Mentalisten!
Mentalisten aller Länder, vereinigt euch!

Echad,
Steim,
Schalosch!

Frau Werwolf meint, dass muss so sein.

Und ich frage: Weiß wer, wann die nächste Wiederholung von Billy Wilder seinem Film läuft?

Montag, 18 Februar, 2008

Katsching!

Gespeichert unter: Notizen an das Leben, Pluster me up — Careca @ 11:11

Mika.
Rauf und runter.
Von rechts nach links.
Von hinten nach vorne aber nicht.
Dafür von vorne nach hinten.
Bis mir das Lied aus den Ohren heraus kommt.
Mein Soundtrack für den heutigen Tag.
Danke allen Mail-Schreibern und Kommentatoren.

Katsching!

Quelle

Freitag, 18 Januar, 2008

Therapeutisches Klonen auf Englisch

Gespeichert unter: Notizen an das Leben, Pluster me up — Careca @ 21:23

Do clones clone?
Do clowns clone?
Do clones have clones?
Do clowns have clones?
Do clowns have souls?
If clowns have souls do clones have clown souls?
If clowns have clones do clown have clone souls?
If souls of clowns are cloned soul clowns do clown souls clone cloned clown souls?
If cows will be cloned by clowns do cows have clowns or clones?
If human clone cells has been cloned with human clown cells does human cell clones do have souls?

Auf deutsch:
Macht Klonen Spaß?
Machen überhaupt geklonte Fragen Spaß?

Dienstag, 15 Januar, 2008

Ein Satz heiße Löffel

Gespeichert unter: Notizen an das Leben, Pluster me up — Careca @ 7:35

Heute abend zärzelt Uri Geller wieder seine Kaffeelöffel, die er sich in der Buisnessklasse diverser Fluggesellschaften eingesackt hat, und versucht Mehrwert durch Wertverlust zu betreiben.
Gewinnverlustmaximierung sozusagen.
Und wie ein Drittel Jahrhundert zuvor wird der Zuschauer aufgefordert, seine kaputten Sachen um die Fernsehröhre zu platzieren, auf dass sie nachher wieder funktionieren sollen.

Ich habe inzwischen meine gesammelte Elektronikschrottsammlung um meinen Fernseher aufgetürmt.
Man kann ja nie wissen.
Und schaden tut’s ja auch nicht.

Direkt auf dem Fernseher habe ich den alten Herzschrittmacher von Opa gelegt. Er hat zwar protestiert, weil wir Opa mit Seilen bereits auf dem Fernseher fixiert haben. Aber da muss er aber durch. Denn das spart uns die Selbstbeteiligung an der Operation für das Auswechseln des Herzschrittmachers in diesem Jahr. Wir haben freilich drauf geachtet, dass er mit dem Herzen direkt auf dem Fernseher liegt. Opa plärrt zwar noch immer auf dem Fernseher ( - er meint die Stricke schneiden ihm das Blut ab - ), aber wenn Uri seine Löffel biegt, dann muss man dem alles unterordnen.

Dann habe ich da noch den alten Wecker unter dem Fernseher paltziert. Jener Wecker, der fünf Sekunden vor Zwölf stehen geblieben ist. Ein Nachbar hatte ihn mir per Post geschenkt. Mit dem Nachbar stehen wir schon jahrelang in einer mörderischen Privatfehde. Als ich das Paket öffnete, tickte der Wecker noch ein wenig und blieb dann stehen. Der Wecker ist ein wenig unförmig, denn der Nachbar hatte unter dem Wecker zwei dicke rote Rohre montiert und diese mit dem Wecker verbunden. Mittels einem roten und einem blauen Draht. Gut verlötet. Meine Oma meinte, es sei ne Rohrbombe. Tja. Werden wir ja sehen, wenn Uri Geller den Wecker durch mentales Löffel-Reiben wieder zum Laufen bringt.

Dann habe ich noch den alten PC mit der “MS Windows 95″-Version drauf. Den habe ich vor dem Bildschirm platziert. Ich schätze, es wird das erste stabile Windows 95 weltweit werden. Vorausgesetzt Oma hat mit der Bombe nicht doch recht.

Meine Frau legte noch ihren zwanzig Jahre alten Vibrator mit in den Haufen vor dem Fernseher. Sie hat in “Welt für die Frau” gelesen, dass zuviel “Uri Geller sehen” Männer impotent macht. Und die kluge Frau solle schon mal vorbeugen. Als hat sie ihren alten schwarzen 20-cm-Jelly-Freund rausgekramt, mit Chlorix desinfiziert und an der rechten Seite vom Fernseher mit Tesa festgeklebt.

Unsere Oma hat in Eigenregie den Fernseher auf ihren alten E-Shopper gestellt. Mit dem E-Shopper versuchte sie damals den Münchener Olympia-See zu überqueren. Erfolglos. Sie blieb zwei Meter vom Ufer entfernt im Seeschlamm stecken. Die Feuerwehr war so freundlich und hat sie dort wieder mit der Seilwinde rausgezogen.
Vielleicht läuft der E-Shopper nach der Sendung wieder.
Wenn freilich nicht eben jene Bombe …
Nein, ich nehme die da nicht weg. Die Wahrscheinlichkeit, dass gerade der Wecker die letzten fünf Sekunden schaffen sollte, das ist ja sowas von gering.

Und zudem:
Wir hier glauben sowieso nicht an solchen Humbug.
Außerdem wurde Uri Geller nachgewiesen, dass er mogelt und gar nicht wirklich was durch Löffelreiben verbiegt.
Wissenschaftlich erwiesen ist das.
Alles nur mieser Hokus-Pokus.

So.
Jetzt muss ich in den Keller.
Die alte Truhe hochholen.
Die werden wir hinter dem Fernseher platzieren.
Man kann ja nie wissen.
Und schaden tut’s ja sowieso nicht.

Dienstag, 8 Januar, 2008

Fast ausverkauft

Gespeichert unter: Notizen an das Leben, Pluster me up — Careca @ 16:08

Nur noch Restexemplare bei Amazon:
Okkulte Stimmen - Mediale Musik . Recordings of unseen Intelligences 1905-2007 (Aufnahme ungesehener Intelligenzien 1905-2007)
Für EUR 39,80 statt EUR 39,95. Also 15 Cent Ersparniss.
Nur noch 3 Cds verfügbar! Also jetzt bestellen.

Sollte es die CD nicht mehr geben, erst dann einfach mich anschreiben. Aufnahmen ungesehener Intelligenzien habe ich dutzendweise hier rumfliegen. Leer-CDs, die ich gerne mit Stille für Euch bespielen werde (incl. CD-Bedruckung). Und als Sonderpreis kriegt Ihr sie von mir für 20 Euro (inkl. Verpackung und Porto) …

Na, dann mal los und abwarten, bis die drei CDs bei Amazon verkauft sind …

Rezept für einen Monster-Cocktail

Gespeichert unter: Notizen an das Leben, Pluster me up — Careca @ 7:56

Wir basteln uns einen Violetten-Monser-Cocktail.
Man nehme genügend Wodka, ordentlich Erkältungs- bzw. Hustensaft und dosenweise Energie-Drinks (a la “Red Bull” oder so).
Fülle das ganze in einen Cocktail-Shaker und schüttel es erstmal einige Zeit durch. Dann fülle man noch folgendes hinzu

- 20 Diät-Pillen Clenbuterol (wegen den Kalorien im Energie-Drink; z.B. Spiropent®)
- 18 pflanzliche Amphetamin-Pillen (falls die vorherigen Pillen die Wirkung des Energie-Drinks aufheben sollten; Marke? Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker)
- 18 Pillen Histamin-Rezeptorblocker (um Magenschleimhautreizungen des Cocktails zu vermindern)
- 12 Pillen Vicodin® (eine US-amerikanische Kombination aus Schmerzmittel und Hustenmittel; mildert a priori die Kopfschmerzen des Wodkas und eventuelle Hustenreaktionen auf den Erkältungssaft)
- 8 Tabletten gegen Sodbrennen (weil das Gebräu doch ein wenig heftig sein könnte und wegen der Magenschleimhaut halt)
- 10 Schlaftabletten (wer möchte schon die völlige Dröhnung des Cocktails lebending mitbekommen?)

Jetzt nochmals kräftig durchschütteln - so wie damals Tom Cruise im Film “Cocktail” es uns vorgemacht hat - und alles in einem großen Glas abseien. Mit einem langstieligem Löffel noch die Bröckchen aus dem Cocktail-Shaker rausfischen und auf der Zunge zergehen lassen und dann mit einem gekonnten Ex-und-Hopp aus dem Glas herunterspülen.

Für Leute mit Beziehungen zum amerikanischen Getränkemarkt steht als Option noch offen:
- zwei Flaschen Pepto-Bismol (verschafft Erleichterung bei Herzschmerzen, Magenbrennen, Brechreiz, Verdauungsprobleme und Durchfall)
- zwei Flaschen NyQuil (als Ersatz taugt auch Wick Medinait® und wird vorm Schlafengehen eingenommen)
- zwei Flaschen OxyContin (wieder ein Schmerzmittel, falls das obere doch zu stark knallt … ABER vorsicht! Ist codein-haltig! Denkt an eure Gesundheit!)

Dazu schmeissen wir uns dann noch 10 Tabletten gegen den Katzenjammer danach ein (also gegen Kopfschmerzen, Übelkeit, usw. usf.).

Und als absolute Krönung, als I-Tüpfelchen dieses Cocktails, da hauen wir uns dann noch 8 Tabletten mit Methylphenidat hinter die Binde.
Methylphenidat ist im Betäubungsmittelgesetzes aufgelistet und unterliegt einer gesonderten Verschreibungspflicht. Um es zu bekommen benötigt ihr Informationen zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Also schlagt Euren Arzt dafür und verlangt beispielsweise “Ritalin SR®”. Das sollte schon noch drin sein.

Dann empfiehlt es sich, auf eine Bahre zu legen, die Journalisten, Polizisten und Ärzte Eures Vertrauens anzurufen und schon seit Ihr auf “Seite 1″ oder in der “Prime Time” Eures Stadtsenders.

Ob ich bescheuert bin?
Ob ich einem im Tee hatte?
Ob ich Euch vergiften will?

Und überhaupt, woher ich das Rezept habe?
Nun auf die oberen, tendenziell voreingenommenen, rhetorischen Fragen gehe ich jetzt mal nicht ein.

Aber die letzte beantworte ich gerne:
Von Journalisten der britischen Zeitung “Daily Mirror”, die Britney Spears neuliche, medien- und paparazzi-beglietete Einlieferung am 03.01.08 in ein Krankenhaus ausanalysiert haben.
Denn die Journalisten haben das Rezept von Britney Spears privaten Barmixer, die freilich nicht genannt werden will. Denn sonst wäre die Drogenpolizei hinter der Person auch noch her …

Sonntag, 6 Januar, 2008

Was originelles?

Gespeichert unter: Notizen an das Leben, Pluster me up — Careca @ 1:31

Da hat mich doch neulich wer angehauen, ich solle mal was originelles über Musicals schreiben …
Habe mich hingehockt, dumpf über einer Tasse Kakao gebrütet und dann nach sechs Stunden folgenden reim gemacht:

Das Musical,
Das Musical
Heisst andersrum
Einfach Lacisum

Naja, intellektuelleres fiel mir dazu nicht ein.
Mein Hirn ließ mich diesmal mit mir ganz allein.

Tja, was für Zeiten,
denk ich, was für Sitten.
Ein ewiges Abwärtsgleiten
mit ungereimten Trippelschritten.

Reim dich
oder ich beiß’ dich!!

Freitag, 28 Dezember, 2007

Es wird viel passieren … im “Marienhof” …. you made my day … (Teil 1)

Gespeichert unter: Notizen an das Leben, Pluster me up — Careca @ 2:44

Eigentlich wollte er immer schon seine Stars vom “Marienhof” persönlich kennen lernen. Ja, diese Seifenoper aus dem ARD hatte es ihm voll angetan. Die Geschichten, die dort erzählt werden, waren und sind profan und noch viel profaner als seine Phantasie.
Warum schaute er sich eigentlich immer dieses Kaugummi fürs Großhirn an?
Wegen den vielen Kölschstangen die “Frank Töppers” sich so wegsteckte?
Oder wegen den unerfüllten eigenen Schulwünschen mit der damaligen Biolehrerin?
Wegen den vielen Zwischenblenden während der eigentlichen Handlung auf die Kölner City?
Er wusste es nicht. Ihm war es eigentlich völlig egal. Zuschauen ist schön, nachdenken überflüssig und hinderlich. Wer bei einer Soap denkt hat verloren.
Sagt der Volksmund.
Einfach so.
Oder etwa nicht?!?
So einfach.

Ein wenig sah er in der Soap “Marienhof” sein Leben oder auch seine Wünsche an sein Leben.
Da war jene Lehrerin. So lasziv. Sie schwärmte für “Matthias” und scharwenzelte um ihn herum, wie eine Motte um das Licht. Aber bekommen hatte sie den Mann nicht. Jenen Mann, dessen Frau neulich so starb, wie der schwule Türke es verkraften konnte. Und der schwule Türke wurde einfach mal von einer Oberstufenschülerin geehelicht, damit er in Deutschland bleiben konnte. Und letztens ehelichte er eine Lehrerin und hatte dadurch auch keinen Höhepunkt. Sondern nur Streß. Und sein soap-kompatibles Coming-out.

Verfolgt hatte unser TV-Glotzer die Serie.
Gnadenlos verfolgt.
Tag für Tag.
Bis zur Vergasung seiner letzten intelligenten Synapsen.
Einfach so.
Weiss eigentlich wer, dass es auf dieser Welt mehr Synapsen als intelligente Lebewesen gibt?
So einfach.

Und da war jene Frau, deren Bluse immer zu knapp war und jene am letzten Knopf hing. Allen Zuschauern fiel es auf. Und alle schauten hin. Sabernd hingeschaut.
Puberty Blues …
Gesprengt hatte die Bluse den Knopf nie. Nicht jeder nutzt für seine voluminöse Brust ein Hemd mit der Größe “S”. Aber man vermutete, dass der Knopf im passenden Augenblick das Objektiv des Kameramanns zerstören könnte. Den Produzenten fiel es irgendwann auch mal auf. Sie haben dann eine Kosten-Nutzen-Rechnung durchgeführt.
Hatte sie vom Marienhof genug? Oder nur deren Gehaltsforderungen zu hoch gedreht …

Jene Frau wanderte aus dem “Marienhof” aus. Gebeutelt vom Schicksal eines langen Todes ihres Mannes und vom Erfolg ihres Reisebüros verließ sie die Serie.
Dabei ist doch deren Mutter - verbandelt mit einem Oberlehrer - ein Urgestein der Serie.

Aber das ist eigentlich im Grunde völlig egal.

Ob sich unser TV-Glotzer ab 18:20 das Gehirn mit Seifenoperngeschichten rausdröhnen ließ oder ob er in jener Zeit ein Buch lesen würde, das war ihm egal.
Einfach so.
Für ihn war es genau die Zeit, sein Gehirn auf Durchzug zu stellen.
So einfach.

Nur einmal war er irritiert, als er an der Münchener U-Bahn-Station “Sendlinger Tor” einer Schauspielerin über dem Weg lief. Sie lächelte ihn an und er war total perplex. Da hatte eine Frau die absichernde Distanz zwischen Flimmerkiste und seiner eigenen Nasenspitze einfach so überwunden und ihn - den Unbekannten, der Nullnummer des Lebens - mit einem “Hallo” gegrüßt.
Einfach so.
So einfach.

Später erfuhr er, dass “Marienhof” keine Fernsehproduktion vom WDR und entsprechend von Köln-Bocklemünd sei, sondern eine Produktion aus den BAVARIA Filmstudios aus München.

Er hielt seine Augen offen, aber nie wieder sah er jemanden vom “Marienhof”.
Ein Fan erzählte ihm, dass er in einem Nachtkaffee den “Matthias” begegnet sei und er sie zu einer Rolle eingeladen hatte. Aber sie hatte die Rolle nie angenommen und unser TV-Glotzer sie nie in der Serie gesehen. Also nahm er an, dass sie ihm wohl nur ein McGuffin aufgebunden hatte.

So lebte er also glücklich mit seiner Fernsehsendung und bewunderte insgeheim manche Schauspieler. Insbesondere den “Töppers”, den kölschen Jungen, der mit seiner kölschen Mundart und Weisheit ein wenig Tiefgang an den dürren Ufern des “Marienhof”-Rheinufers brachte.

Irgendwann hatte “Töppers” einen “Charly Kolbe” eingestellt. Jener “Charlie Kolbe” hatte danach eine Beziehung zu einer Brasilianerin, die ihn dann gen Brasilien verließ. “Paula Poppel” hieß das Mädel aus der “Marienhof-Familie “Poppel”. Sie ging irgendwann gen Brasilien. Unzuverlässige Quellen berichteten, dass die Produktionsgesellschaft der Darstellerin kündigte, weil sie Gehälter auf Basis Brasiliens Seifenopern verlangte …
Einfach so.
Wer kann schon in der Ersten Welt hier das zahlen, was in Schwellenländern und Dritt Welt-Ländern bezahlt wird, wenn es um die Unterhaltung der Masse geht ….
So einfach.

Danach tauchte im “Marienhof”-Internet-Forum jemand auf, der sich nach dem Abschied jener “Paula Poppel” einfach “Kommando Poppel” nannte. Das war intelligent und provokativ. Für unseren vernetzten TV-Glotzer war jener Mensch der Held vom “Marienhof”-Internet-Forum, weil er sich genau so benahm, wie der Rächer der Entrechteten einer sehr guten Rolle …

Später, viel später, für den Zuschauer zur Zeit der WM 2006 kam jene “Paula Poppel” zurück. Er traf sie bei dem WM-Spiel von Brasilien gegen Japan in jener brasilianischen Down-Level-Kneipe in München. Er war perplex und unfähig zu reagieren. Wieder sah er eine Schauspielerin weniger als einen Meter vor sich. Und diesmal lebte die Schauspielerin vor ihm. Sie sprach in ihrer brasilianischen Heimatsprache und er verstand alles und dass sie einfach nur normal war.
Lediglich war unser TV-Glotzer alles andere als ein Schauspieler.
Einfach so.
Er war paralysiert … .
So einfach.

Zurück zu jenem anderen:
Der “Charlie Kobe” aus der Serie “Marienhof” war für ihn nur eine “Immi”-Figur aus Köln. “Charlie” sprach weder kölsch noch war er typisch kölsch. “Charlie” war einfach nur ein Ruhrgebietsjunge mit kölschem Imi-Faktor.
Interessant, arrogant und unbedeutend.

Bis unseren TV-Glotzer jene Frau ansprach. Jene Frau, welche mit dem damaligen Marienhof-Schuldirektor “Matthias” geplaudert hatte. Sie sprach in an, weil unser TV-Glotzer eine Internet- und Telefon-Flat-Line als Vertrag hatte. Der Frau ihre Tochter war in Brasilien und deren Rückflugticket hatte die Tochter fahrlässig verstreichen lassen. Und der Freund jener Tochter hieß Sven.

Nun jene Frau, sie hatte unseren TV-Glotzer angerufen, als er gerade wieder eine Erfrischungswaffel zwischen seine Finger verlaufen ließ. Sie hatte ihn gefragt, ob sie vorbei kommen könne, um telefonisch einiges wegen ihrer Tochter zu klären.

Unser TV-Glotzer war zwar hundemüde und musste am nächsten Tage in der berühmt berüchtigten Herr-Gotts-Früh arbeiten, aber er sagte trotzdem JA, obwohl die Uhr schon 1:00 nachts anzeigte. Und die Frau tauchte auf.
Einfach so.
Und im Schlepptau war jener “Charlie”.
So einfach.

“Charlie Kolbe”.
Verdammt.
Was war vier Flaschen Rotwein zuvor? Oder waren es nur vier Gläser?
Ein Teil “Marienhof” stand vor ihm.
Verdammt.

Was geht ab? Was geht’n Alter? Türlich, türlich.Bass, Bass wir brauchen Bass. Sicher Dicker. Türlich türlich - seid ihr da?

“Charlie Kolbe” himself.
Höchstselbst.
Und wie immer verschlug es ihm die Sprache. Einstweilen. Seine Sprache war halt gefragt. Fürs Telefongespräch zu seinen Beziehungen zur deutschen Botschaft in Rio de Janeiro.
Sicher Dicker.

Und während einer Gesprächspause stöberte “Charlie” in seinem CD-Fundus.
Was geht’n Alter?

Und irgendwann hielt er eine CD in der Hand. Eine CD, die unser TV-Glotzer aufgrund seinem Faible für Erfrischungswaffeln nie wieder mochte.
Ob er sie haben dürfte, wollte “Charlie Kolbe” wissen.
Und “Sicher Dicker” war überrascht. Jene CD gab es doch für knapp 10 Schleifen in jedem Handel, oder für einen Euro bei Ebay. “Sicher Dicker” benötigte sie nicht mehr zu seinem Glück und verschenken bedeutete Platz für eine andere wichtigere CD. Also sagte “Sicher Dicker” einfach “JA”. Wieso auch nicht. Weg ist weg. Einfach so. Und niemand wird sich drum beklagen. So einfach.

Und was sagt “Charlie Kolbe” dazu?

“Danke. You made my day.”

Was war das denn? You made my day? Du hast meinen Tag gemacht?
Der Satz stammt aus dem Film jenes individuellen Steppenwolfs, der in den Schluchten New Yorks mit seiner .44 Magnum für Selbstjustiz sorgte.
Clint Eastwood in dem Film “Dirty Harry”.
Der Wortkarge, der schon für eine Handvoll Dollar in anderen Filmen schon andere weggeballert hatte.

You made my day.

“Charlie Kolbe” schaute auf seine gerade geschenkt erhaltene CD, wie als ob gerade Weihnachten vorbeimarschiert wäre.

You made my day.

Sicher, Dicker, is ´n Party-Track, leg den hier auf, iss deine Party-Weck. Kommt frisch wie für Penner Deo oder frisch wie ‘n Babypups. Das geht raus an alle Crews. Meinem DJ müsst ihr danken, der hat den Scheiß aufgelegt.

Unser TV-Glotzer mit seinem niveaulosen Faible fürs Kaugummi fürs Großhirn schaute sich den “Charlie” genauer an, während er über den Teich telefonierte.
Ein Mittdreissiger, dessen Körper kein Gramm zu viel hatte. Dessen Sportstudio-Erfahrung aus jeder Faser seines Netzhemdes sprach, war trotz seiner kleinen Größe eine Sexy-Persönlichkeit.
Verdammt.
Unser TV-Glotzer wusste schon sehr genau, warum er so gerne weite Pullover trug. Weite Kleidung verbarg das, was ihn von jenem “Charlie Kolbe” mit dessen markant energischen Kinn unterschied.

You made my day.

“Charlie Kolbe” verließ unseren hirnlosen “Marienhof”-Fan von ausgelaufenem Erfrischungswaffeln. Er hatte Erfolg. Er stieg in seinen Golf-Cabrio von SIXT, den er über das ARD angemietet hatte und fuhr zu seiner Penthouse-Wohnung zurück.

Nur unser bester Freund, unser TV-Glotzer, schaute träumend dem Cabrio hinterher. Vor der Flimmerkiste hoffte er seiner Begegnung auf dem Farb-TV wieder zu sehen.

Es wird noch viel passieren in der Woche ab 18:20 Uhr …

Und insbesondere dazwischen.
Es gibt viel zu erzählen zwischen Salzgebäck und Bier, zwischen Erfrischungswaffeln und Drehbuchschreibern und deren Schauspielern,
S v e n T h i e m e r m a n n alias “Charlie Kolbe” und eine Beziehung, die das Leben jenes Erfrischungswaffeln-lutschenden TV-Glotzers ordentlich in Unordnung gebracht hat, in einer Geschichte, in der er allerdings nicht die Hauptrolle spielt, aber in der er als etablierter Soap-Darsteller dazu das Drehbuch öffentlich-rechtlich mitschrieb … .

You made my day.
Einfach so.
You put your fingers in his life, He’s doing the same, Mister.
So einfach.

Ein Leben als Vorlage für eine Soap. 1:1 abgefilmt …

Muss jener TV-Glotzer mir eigentliche alles erzählen?
Einfach so?

Schaun mer mal, wann “Teil 2″ kommt …
So einfach, “Charlie” …

Nächste Seite »

Bloggen Sie auf WordPress.com.