“Mierenneuken ” (sprich “mihren-nöken”) heißt wirklich “Ameisenficken”.
Allerdings hat das weniger mit übertriebener Insektenliebe oder profaner Sodomie zu tun. Die Bayern bezeichnen “Ameisenficker” als “Gscheidhaferl” oder die Hessen als “Dipfschisser”.
Oder verständlich für alle auf gut klardeutsch: “Korinthenkacker” und “Haarspalter”.
“Korinthenkacken” in niederländisch heißt aber wörtlich übersetzt “Krentenkakker“ und heißt übersetzt etwa so viel wie „Geizhals“.
Womit ich fast schon wieder bei Teil 1 der “Mierenneuken”-Miniserie wäre. Eigentlich hat Pedanterie weder was sexuelles noch anales. Aber beim Fluchen und Schimpfen wird doch recht klar, wo die Betrachtungsweisen verschiedener Nationen liegen.
Man kann jetzt vortrefflich darüber streiten, ob die Niederländer jetzt wesentlich sex-fixierter sind und ob die Deutschen sprachlich lieber in der analen Scheiße wühlen. Und ob die Flüche der Niederländer phantasievoller sind als die der Deutschen.
Wenn es aber um die Phantasie bei Flüchen und Verwünschungen geht, da haben die Juden eindeutig die Nase vorne. Im Internet fand ich folgende hintersinnige Verwünschung:
“Drei Schiffsladungen voll Gold sollst du erben - aber das soll nicht reichen, um deine Arztrechnung zu bezahlen.”
Und in diesem Sinne:
Ein gutes Mierenneuken allerseits!
Oder was flucht der Bayer sich in seinen Gamsbart zwischen zwei Weißbieren, wenn er das liest?
Himmihergottsakramentzefixallelujahscheissglumpvarrextgreisgruzifixverfluchtnoma.