Notizen aus der Provinz

Montag, 31 März, 2008

Kneipengespräch: Schön obszön

Gespeichert unter: Kneipengespräch, Notizen an das Leben, Pluster me up — Careca @ 23:57

Er saß wieder neben mir.
Vor sich ein Notebook mit WLAN.
Ich hatte schon einige Kölsch intus. Und er ebenfalls.
Und mir war nach dem letzten Kölsch so was von rollig, so was von rattig, so was von erhitzt!
Und er hatte garantiert Google auf seinem Rechner.
Die Antwort auf alle rolligen Fragen rolliger Männer.

Und da fiel von mir die verhängnisvolle Frage, während er zwischen Salzjebäck und Bier vor sich hin surfte …

- Und, was sagt dein Notebook? Wo ist Poppen angesagt?
- In Aurich und auch sonstwo in Ostfriesland.
- Was? Ich mein, wo gibt es am meisten Ficken?
- Etwas südlicher. Im Emsland. Oder auch Cuxhaven. Also auch Region Ostfriesland.
- Was denn? Wenn da soviel Poppen und Ficken … ähem, gibt es da so viele Muschis, Pflaumen, Mösen, Säcke, Pimmel und Schwanze?
- Nicht wirklich. Muschi gibt es nur zweimal in München, Pflaumen einmal in D-Dorf-Stadt, die meisten Mösen in Löbau-Zittau und Paderborn, Säcke laufen Dutzendweise in Berlin rum und Pimmel findest du am häufigsten in Rheingau-Taunus-Kreis. Und suchst du einen Schwanz, dann haste die meisten Chancen im Wartburgkreis, Sigmaringen und Berlin.
- Moment einmal! Wie soll das denn gehen?!? Das ist ja total mies verteilt. Steht da jeder auf etwa Wix …
- Nicht wirklich. Gerade mal ein Wixförtchen ist in Gütersloh aufzufinden.
- Na dann aber mindestens a Nal …
- So achtmal in Gelsenkirchen.
- Hoffentlich dann aber mehr Oral, oder?
- Nun ja. Oral gibt es am meisten in Hamburg, Mannheim und Berlin.
- Berlin, Berlin und wieder Berlin! Immer nur Berlin! Wie viel Berliner haben wir denn?
- Na ja, so über 300 und die meisten finden sich unter anderem in Hamburg.
- Häh? Ich dachte, da wären Hamburger?
- Quatsch. Hamburger findest du am meisten in Frankfurt und Umgebung, in der Nähe von Karlsruhe und in und bei München.
- Ja. Spinn ich denn? Du meinst die Bayern?
- Nein, Bayern gibt es nur im Oberallgäu und in Berlin. Die meisten Preußen dafür in München.
- Moment. Eigentlich wollte ich doch nur wissen, wo in Deutschland was abgeht. Da, wo die Rammelkammern sind. Wo sind Ram-mel-kam-mern?
- Im Nürnberger Land.
- Echt?
- Ja. Sechsmal.
- Echt das Nürnberger Land hat sowas? Du redest doch von Deutschland?
- Nein. Von Rammelkammern. Aber Deutschland gibt es am meisten in Berlin.
- Was? Ich versteh jetzt nur noch Bahnhof.
- Am meisten Bahn gibt es wiederum in Berlin, aber Hof findest du in Siegen-Wittgenstein und in Altenkirchen.
- Ich geb es auf. Dann frag ich jetzt mal geradlinig heraus: Wo finde ich heute abend eine Hure? Oder eine Nutte?
- Hure findet sich als Telefonbucheintrag nicht.
- Was? Null Nutte?
- Nutte soll es in Raststatt geben. Eine.
- Nur eine?
- Suche dir lieber einen Stricher. Da wirst du zumindest in Heinsberg oder Nordhausen fündig. Aber ich empfehle dir Heinsberg. Da haste auch noch religiösen Rückhalt. Denn die meisten mit Namen Pastor findest du in Aachen. Alles klar?
- Danke. Du bist ja total Wissend.
- Nein. Wissend lebt offenbar in Rosenheim. Gemäß den Daten von der Internetseite “Verwandte-Karten”.
- Das interessiert doch keine Sau!
- Ehrlich? In Deutschland gibt es 10 Telefonbucheinträge zum Namen Sau und damit ca. 26 Personen mit diesem Namen. Diese leben in 5 Städten und Landkreisen. Die meisten Anschlüsse sind in Uelzen gemeldet, nämlich 2. Weitere Kreise/Städte mit besonders vielen Namensträgern sind Emsland (2), Bielefeld (2), Essen (2) sowie Lörrach (2). Tran Sau kommt als kompletter Name in Deutschland am häufigsten vor.
- Aaaaaaaaaaaaaarrrrrrrrrrrrrrrgh …
- Nebenbei, wusstest du, dass der Name Ottovordemgentschenfelde circa 30 Mal in Telefonbüchern aufgeführt wird? Und einer davon war der stellvertretende Stadtbrandmeister Heinz-Dieter Ottovordemgentschenfelde. Dessen Abschied ist im Internet dokumentiert. Ansonsten: Niemand findet man am meisten im Hochsauerlandkreis und rate mal, wo noch? Eben! In Berlin! …

„Wir werden über Bücher sprechen, und zwar, wie wir immer sprechen: liebevoll und etwas gemein, gütig und vielleicht ein bisschen bösartig, aber auf jeden Fall sehr klar und deutlich. Denn die Deutlichkeit ist die Höflichkeit der Kritik der Kritiker.“
(Marcel Reich-Ranicki im Literarischen Quartett am 18. März 1993)

Tja, das war jetzt von mir der Versuch einer Buchbesprechung.
Der Versuch einer Telefonbuchbesprechung.
Ein weiterer Versuch auf dem Buchbesprechungsmarkt, originell zu sein …
Und das mit der Hilfe der Übersichtskarten von Verwandte.de

Hat’s gefallen?

„Und so sehen wir betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“
(Marcel Reich-Ranicki im Literarischen Quartett )

Anm.:
Ich weiß nicht, ob hinter den oben verwendeten Namen reale Personen stecken. Jene Namen habe ich lediglich in der oben verlinkten Seite eingegeben und Daten erhalte, von denen ich nicht weiß, ob sie richtig sind. Aber witzig fand ich es allemal.

Sonntag, 30 März, 2008

Nicht gelesen, aber für gut befunden (Teil 3)

Gespeichert unter: Notizen an das Leben — Careca @ 20:24

“Gott verzeiht. Der Mensch nie.
Nur das ist wahre Perfektion.”

Samstag, 22 März, 2008

Ramstein und die Rache am Osterhasen

Gespeichert unter: Notizen an das Leben, Pluster me up — Careca @ 14:14

Es ist amtlich.
Der Schnuffel-Kuschel-Song hat den ersten Platz der Single-Verkauf-Charts erklommen.
Noch vor Leona Lewis, Stefanie Heinzmann, No Angels und Fettes Brot.
“Du bist mein allerliebster Schatz!” dröhnt es Land auf, Land ab.
Passend zur Hasenzeit. Passend zu Ostern.
Haseneierjagdsaison …

Nur, wer kauft sich denn sowas?

Animiert durch andere Erfahrungsberichte hatte ich mich im Saturn strategisch günstig positioniert. Eine Stunde lang. Kein Käufer. Aber bei den anderen vieren wurde doch die ein oder andere CD rausgenommen.

Diese Verkleisterung der Gehörgänge aus den Sturm-und-Drang-Perioden der Jamba-Musik-Ingenieure fordert nach gnadenlosen Parodien.
Beim Sender 1 Live in derComedy-Rubrik finden sich inzwischen schon die ersten Versionen.
Meiner Meinung nach ist die Ramstein-Version die beste.
Einfach obigen Link anklicken und reinhören.

Ach ja, wer den originalen Schnuffel-Hasen-Song gekauft und/oder geladen hat, möge sich melden!
Hier im Kommentarbereich!
Und wer diesen Song mag, ebenso!
Outet euch hemmungslos!
Schliesslich ist das der momentan meistverkaufteste Song!

Gelesen und für gut befunden (Teil 2)

Gespeichert unter: Notizen an das Leben — Careca @ 4:22
“Zu meinem Makel fehlt mir noch die Perfektion.”

Freitag, 21 März, 2008

Gelesen und für gut befunden (Teil 1)

Gespeichert unter: Notizen an das Leben — Careca @ 14:46
“Zur Perfektion fehlt mir nur noch ein Makel!”

Mittwoch, 19 März, 2008

Wenn die Aktien fallen …

Gespeichert unter: Notizen an das Leben — Careca @ 2:07

20 Prozentpunkte weniger binnen eines Jahres.
Das ist bitter.
Nein. Ich schreibe jetzt nicht über den Zustand der SPD.
Es geht auch nicht um die Siemens Aktie, die neulich ihren niedrigsten Stand seit Herbst 2006 erreichte.
Nein.
Es geht um den Papst.
Ja wohl, um den Papst.
Der deutsche Papst hat in der Popularität erheblich nachgelassen.
Das ist eine Katastrophe. Das schreit nach den Reitern der Apokalypse.

Wenn nur noch 51 Prozent der Deutschen mit ihm zufrieden sind, wobei es schon mal 70 % waren, dann muß der Vatikan ran.
Eine Popularitätsoffensive muß her.
Der Papst bei DSDS in der Jury? Oder am Laufsteg von “Germanys Next Topmodel”? Oder Benedikt einen Tag lang im “Big Brother”-Haus mit eigenem Dixie-Klo? Oder bei “Wetten dass” mit einer Wette, dass er die Bibel sogar rückwärts auswendig kennt? Oder bei “Verstehn Sie Spass?” am Kölner Dom vor verschlossener Tür mit nem Schild “Wegen Weltuntergang ab heute geschlossen”?

So kann das doch nicht weitergehen!
20 Prozent weniger!
Hört denn niemand die Signale, Völker?
Denn wenn das so weiter geht, mit diesen 20-Prozent-Verlusten, dann kennt ihn spätestens in drei Jahren niemand mehr! Das darf doch nicht sein! Wir sind doch Papst! Oder etwa nicht? Hallo?

Also: Analysten an die Front!
Wenn Aktienkurse in dieser Weise fallen, reagiert unsere Industrie immer mit Massenentlassungen und Schließungen. Das ist dann immer so sicher wie das Amen in der Kirche. Warum sollte also die katholische Kirche nicht ebenfalls so verfahren? Bei gleichzeitiger Steigerung der kirchlichen Kollektenfrequenz?

Und wenn alles nicht hilft:
Dann brauchen wir eben einen neuen Papst. Einen charismatischeren Papst. Einen Papst, der was hermacht! Einen niegelnagelneuen Papst! Einen Brad Pitt der Kanzel. So mit kreischenden Mädels und so.

Auf dieser Weise machen es die Fußballvereine ja auch, wenn bei denen nichts mehr läuft:
Altert Trainer weg, neuer Trainer auf den Stuhl und die Fans schreien vor Begeisterung. Warum nicht auch mal sowas im Vatikan?

Übrigens, Lothar Matthäus macht gerade eine DFB-Trainerausbildung. Wenn er nicht gerade mit Journalisten über den Busen seiner Freundin fachsimpelt.
Mit seinem Namen wäre unser Lodda doch von eh her prädestiniert für den Stuhl in Rom, oder? Eine wahre Matthäus-Passion könnte daraus werden und das fristgerecht noch vor Karfreitag …

Hm?
Ich riskiere gerade eine Abmahnung wegen Beleidigung religiöser Ansichten?
Um Gottes willen! Gott bewahre! Wie käm’ ich dazu! Nichts liegt mir ferner!

Ein Matthäus gehört auch überhaupt nicht auf den Stuhl Petri. Da wird der nie landen, der Lodda. Eher wird er für den deutschen Fußball ein Reiter der Apokalypse. Ein “Apokalypse Wow” für Fußballvereine mit vakanten Trainersitzen. Denn der würde seinen Spielern eh von Silikonkissen vorschwärmen statt denen die Abseitsregel zu erklären.
Außer natürlich, sollte der Ulli Höneß wahre Größe beweisen und ihn von allen Trainerämtern mit einer Festanstellung als Greenkeeper in die Münchener Allianz-Arena wegfangen, das könnte wahrlich edelmütig vom Ulli sein.
Aber man soll den Abend nicht vor dem Morgen verdammen. Lodda kann ja noch zu einen der ganz großen in der deutschen Trainerriege für deutsche Mannschaften werden. So wie Jupp Derwall. Oder Bertie Vogts. Nichts ist unmöglich.

Und der Benedikt mit seinen 20 Prozent weniger?
Der hat schon seinen Plan. Der wird zu Ostern seine nächste Popularitätsoffensive exklusiv live im ARD starten:
Urbi et Orbi am 23. März live ab 10:30 aus dem Vatikan …

Amen.

Dienstag, 11 März, 2008

“Die Hessen-SPD ist ein Sauhaufen”

Gespeichert unter: Notizen an das Leben — Careca @ 20:05

Besser kann man es nicht ausdrücken.
Und der Gewinner ist der CDU-Koch, der sich königlich dabei amüsiert.
Ein lesenswertes Interview von Dieter Hildebrandt in der “Süddeutschen Zeitung” trägt den Titel “Die Hessen-SPD ist ein Sauhaufen”.
Zum Lesen:
Kritik vom Kabarettisten-Urgestein: SPD-Sympathisant Dieter Hildebrandt erklärt, wieso Andrea Ypsilanti es nicht verdient, Hessen zu regieren und warum Kurt Beck nicht hart genug für den Kanzlerposten ist.
Hier lang zur Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/116/162663

Sonntag, 9 März, 2008

Frauentausch: Nachzügler zum Frauentag

Gespeichert unter: Notizen an das Leben — Careca @ 21:35

Rüffel von eigener Frau kassiert, da Internationalen Frauentag verpennt.
Beule tut noch weh.
Bin dann raus.
Habe einen Dackel für meine Frau bekommen.
Habe mir permanent selber dafür auf die Schulter geklopft.
War ein guter Tausch.
Nur gerade bemerkt, Dackel nervt auch.
Suche jetzt noch Hunderezept.
Und einen Kochexperten, da nun ohne Frau.

Samstag, 8 März, 2008

Reduced to the max

Gespeichert unter: Notizen an das Leben — Careca @ 1:56
Die vier Apostel waren folgende drei:
Peter und Paul

Donnerstag, 6 März, 2008

Leben

Gespeichert unter: Notizen an das Leben — Careca @ 7:46

Es kommt die Lüge
und klagt:
Mir geht es nicht gut
in diesem Land
Traut ihr nicht:
Sie könnte
gelogen haben!

(v. Helmut Lamprecht)
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