Notizen aus der Provinz

Montag, 26 November, 2007

Über Strohwische und Schäfer

Gespeichert unter: Notizen an das Leben — Careca @ 20:56

Ein Eintrag über ein schriftloses Territorialzeichen, der Strohwisch am Weidenpfahl bei Trithemius lies alte Erinnerungen an vergangene Zeiten aufsteigen.
Hier geht es zum originalen Post von Trithemius.

Eine Passage des Posts brachte mich dabei zum Nachdenken.

Hier mal zitiert:

“Früher gab’s kaum Strohwische auf meinem Weg. Die alten Bauern hatten alle Verständnis für unsereins”, klagt ein Schäfermeister in einer Reportage der Aachener Nachrichten vom 15.3.1995. Die jungen Landwirte würden den Schafen nicht einmal mehr das bisschen Gras gönnen, das sie während ihres Zugs fressen. “Leider nimmt diese Form des Futterneids immer mehr zu.

Selbst vor 30 Jahren waren Schäfer bei uns nicht gern gelitten. Immer wenn ein Schäfer in der Umgebung war, lief dies wie ein Strohfeuer umher. Meine Eltern möchten diese nicht. Denn wenn die Schäfer mit ihren Schafen Schäden anrichteten, dann waren sie über Nacht weg und nicht mehr greifbar. Das Verladen und Verschicken einer Schafherde ging auch damals recht schnell. Die Romantik des umherziehenden Schäfers entsprach auch damals nur dem von Geschichtenbüchern.

Die Realität sah da anders, unromatisch aus:

Schäfer auf Weiden zu lassen oder nicht, das hatte damals überhaupt nichts mit Futterneid zu tun. Sondern es war reines wirtschaftliches Kalkül der bauern. Weiden dienten als Futter des eigenen Viehs oder zur Heuernte. Eine Schafherde funktioniert da wie ein überdimensionaler Rasenmäher. Nur dass bei einem Rasenmäher etwas zur Heugewinnung übrig bleibt. Bei einer Schafherde bleibt zu guter letzt nichts verwertbares übrig. Entweder wurde es bis zu den Wurzeln runtergegrast oder schlichtweg platt getrampelt. Wenn der Winter hart wurde, war der Bauer immer froh Heu als Ersatz- und Zusatzfutter zu haben. Wurde der Winter aber zu hart, dann musste teures Ersatzfutter bei den Genossenschaften nachgekauft werden. Und das ging immer in das Privatvermögen, welches im nächsten Frühjahr zur Ernteplanung des nächsten Herbstes eingesetzt werden musste. So eine Schafherde im Sommer oder Spätsommer konnte den betroffenen Bauern schon mal die Winterplanungen durcheinander bringen. Mit Futterneid hatte das nun wirklich nichts zu tun. Anfangs hatten meine Eltern Schäfern den Durchzug gewährt. Aber dann war es ihnen zuviel, jedesmal die Schäden an den Zaunanlagen und anderen Installationen zu reparieren, welche die Schäfer einfach zurück ließen, ohne sich drum zu kümmern. Zum Teil wurden auch Installationen einfach mitgenommen (sprich: gestohlen). Letztendlich war dann die Nächstenliebe meiner Eltern von den Schäfern abgeliebt worden. Und dass schon in den 70ern. Die Schäfer waren bei uns in der Gegend aufgrund ihrer Rücksichtslosigkeit verhasst. Wurden bei bestimmten nomadisierenden ethnischen Volksgruppen alle Tore und Türe bei meinen Eltern und auch in der Nachbarschaft doppelt abgesichert (schlechte Erfahrungen mit jenen), so wurde bei Schäfern drauf gedrungen, dass jene sofort abzogen und Schäden vor Ort mit Bargeld beglichen. Die meisten zogen trotzdem ohne Schadenswiedergutmachung ab.
Die ehrlichen beglichen ihre angerichteten Schäden.
Aber das war nur eine Minderheit.
Leider.

Ja.
Schäferleben hört sich romantisch an. Ein bisschen wie bei Paulo Coelhos “Der Alchemist” auf der Suche nach dem großen Schatz.

Aber die Wahrheit bei den Anwohnern war immer schlecht …

Der Strohwisch, er hat seine vollste Berechtigung als Warnzeichen an bestimmte Artgenossen.

Samstag, 24 November, 2007

Regen ohne Segen

Gespeichert unter: Notizen an das Leben — Careca @ 21:39

Im Regen gehen
Im Regen stehen
Fieselregen.
Stehend gehen.
Regen, regen, aufregen.
Verfluchter Regen.
Novemberregen.
Aufregen.

Oder doch nicht.
Lohnt nicht.

… Depressionen …

Mittwoch, 21 November, 2007

Lorem Ipsum (… oder Sinn für jeden Unsinn …)

Gespeichert unter: Kommunikation — Careca @ 22:04

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Sonntag, 18 November, 2007

Qualmfrei in die Zukunft …

Gespeichert unter: Notizen an das Leben — Careca @ 13:56

“Ich mag diese neue Gesetzt zum Rauchverbot überhaupt nicht.”

“Du liebst verqualmte Kneipen?”

“Nein. Es war entlarvend.”

“Wer Raucher ist?”

“Nein, wann sich mein Freund wieder in Kneipen herumgetrieben hat, mir aber was von Überstunden erzählt hat.”

Freitag, 16 November, 2007

Brutal, brutaler, Brutalstvideos …

Gespeichert unter: Notizen an das Leben — Careca @ 20:01

Irgendwie stoße ich heute nur auf Videos.
Ich hab wohl mal wieder meine visuelle Phase.
Nur, nicht alle Videos sind so lustig wie das vorherige oder gar die Wutrede letztens von Uli Hoeneß.
Es gibt da noch Videos, die sind erheblich brutaler. Sich verformenende Gesichtszüge unter Bügeleisen oder anderen heißen Geräten. Dazu singt schaurig schön eine Frau in Moll ihr “La, la, la, la”.
Eigentlich dürften solche Videos aufgrund der Brutalität nur “Frei ab 18″ sein. Aber dieses ist frei zugänglich. Wer Nerven wie Stahlseile und nicht aus Schokolade hat und das Video ertragen kann, der klicke

hier.

Aber beschwert euch nachher nicht bei mir, ich hätte euch nicht gewarnt.

Nebenbei:
Das gleiche Video könnte man eigentlich auch mit einem Weihnachtsmann machen …

Gottgewollt seit 1328

Gespeichert unter: Notizen an das Leben — Careca @ 19:22

Wie sieht das Gottesurteil bei einer bayrischen Taufe aus?
Wie es auch immer ausgeht, ohne Bier geht in Bayern nichts.
Das folgende Werbevideo hab ich gefunden und mich schlapp gelacht …:
Hier klicken

Montag, 12 November, 2007

Seiten einer wertvoll klingenden Münze: Heirat und Scheidung

Gespeichert unter: Notizen an das Leben — Careca @ 0:50

Irgendwie lief mir wieder eine Geschichte über den Weg, dass eine Frau einen Mann ausgenommen hat, indem sie ihn heiratete. Die Frau soll eine Frau aus einem anderen Land sein. Ein exotisches Land. Eines mit nicht viel Geld. Und die Bewohnerinnen dieses Land seien typisch für solche Heiraten mit der Absicht auf Scheidung, um damit gut Asche zu machen.

Dazu fiel mir eine andere Geschichte ein, die ich vor nicht allzu langer Zeit gehört hatte.

Er (Ingenieur) lebte mit ihr (arbeitslos) fünf Jahren unverheiratet zusammen. Im sechsten Jahr heirateten sie.
Zwei weitere Jahre stellten beide fest, dass sie zusammen lebten, aber das da sonst nichts mehr war.
Er bat um Scheidung.
Sie lehnte ab.
Er insistierte bei ihr deswegen. Es kam zu den ersten heftigen Streitereien.
Sie wollte um keinen Preis in die Scheidung einwilligen. Fehlende Liebe sei für sie kein grund zur Scheidung. Man könne auch gut miteinander leben, wenn man nebeneinander her lebt.
Er versuchte es auf einer anderen Weise. Er kündigte er den Mietvertrag der gemeinsamen Wohnung fristgerecht (drei Monate im voraus). Sie reagierte darauf in keiner Weise.
Er besorgte sich in der Zwischenzeit eine neue Wohnung und legte ihr ebenfalls ein großzügiges akzeptables Wohnangebot vor. Sie reagierte immer noch nicht.
Er zog aus und in seine neue Wohnung ein. Danach fuhr er für vierzehn Tage in Urlaub und hoffte, dass sie dann wohl aus der alten ausgezogen sein dürfte.
14 Tage vor Ende des alten Mietvertrages (nach dem Ende seines Urlaubs) musste er feststellen, dass sie weiterhin in der Wohnung lebte und keine Anstalten machte auszuziehen.
Seine Panik wuchs. Denn die alte Wohnung war inzwischen schon weitervermietet worden und wie es ausschaute, würde es zu einem Clash zwischen seiner Frau, dem Vermieter und der nachfolgenden Mietpartei kommen. Ein Clash drohte, dessen Leittragender als Vormieter er sein würde.
Zudem fand er ein Anschreiben eines Rechtsanwaltes vor, indem sie für 150.000 Euro plus Unterhaltskosten in eine Scheidung einwilligen würde. Zudem wollte sie alle während der Ehe gemeinschaftlich erwirtschaftetetn Güter haben.
Grund: Sie müsse auch noch ihre Mutter weiter versorgen, sei aufgrund der Beziehung arbeitslos geblieben und wäre somit mittellos. Er hätte einen gesicherten Job bis zur Rente und deshalb müsse sie für ihre Zukunft sorgen.
Er ging ebenfalls sofort mit der Forderung zu einem eigenen Rechtsanwalt.
Mit seiner Frau einigte er sich über die Rechtsanwälte vier Tage vor Ende des Mietvertrages auf eine Abstandszahlung von 50.000 Euro und sie dürfte ihre eigenen Sachen und bestimmte vereinbarte Dinge aus der alten Wohnung mitnehmen. Die Unterhaltsforderungen waren damit abgegolten. Und sie würde damit in einer sofortigen Scheidung einwilligen.
Er nahm sofort einen mühsam ausgehandelten Kredit wegen jenen 50.000 Euro Abstandszahlung (Ablösesumme, Freistellsumme, oder wie man das so nennt) auf.
Als er dann zwei Tage wieder in seiner alten Wohnung auftauchte, fand er diese komplett ausgeräumt vor. Sie hatte alles mitgenommen. Ein Freund meinte dazu nur:
“Sei froh, dann müssen wir nicht soviel schleppen.”

Zumindest konnte er die Wohnung besenrein übergeben. Im nachhinein fand er es sogar positiv, dass sie sich alles unter dem Nagel gerissen hatte, denn so erinnerte in seiner neuen Wohnung nichts mehr an diese Zeit.

Auf meine Frage, ob er jemals wieder heiraten würde nach diesen grauenhaften Erlebnis, kam offen und ohne Umschweife ein spontanes:
“Aber immer wieder!”

Er ist übrigens Deutscher. Sie ist Deutsche.

Was ich damit sagen will:
Das Problem sind nicht die Frauen, sondern eine deutsche Gesetzgebung, die die Männer aufgrund deren Heirat immer benachteiligt. Wer als Mann heiratet, geht immer ein erhöhtes Risiko nachher ein, sich dumm und dämlich zu bezahlen.

Bei dem letzen Spiel Deutschland-Brasilien kam ich mit einer Brasilianerin ins Gespräch, die mir offen sagte, dass die deutschen Männer dumm seien, sich von dem Staate so ein Gesetz verordnen zu lassen.
Und wenn sie es akzeptieren würden, dann seien sie überhaupt dumm, wenn sie dann noch heiraten würden. Sie meinte ganz frech zu mir: “Wenn wir Frauen wollen, habt ihr deutschen Männer hier keine Chance. Wir können sogar nachher bis zur Hälfte von eurem Verdienst bekommen. Wir brauchen euch nur zu heiraten.”

Die deutsche Frau aus der Geschichte oben war da wesentlich intelligenter und wurde mit erheblich mehr Geld belohnt als viele Frauen aus deutsch-internationalen Beziehungen. Deutsche Frauen sind wesentlich gewiefter, wenn es darum geht, die deutsche Rechtsprechung der Scheidungsgesetze zu verstehen und gewinnbringend anzuwenden!
Die deutschen Scheidungsgesetze sind die Rache der Frauen an den Männern für deren allgemein berufliche Diskriminierung (Lohn, Stellung, etc.).

Warum also heiraten?

Entweder man tut es oder lässt es generell bleiben …

Samstag, 10 November, 2007

Erinnerungen

Gespeichert unter: Notizen an das Leben — Careca @ 15:57

Vor ein paar Monaten saß ich einer Peruanerin gegenüber, die frisch aus dem FJS-Flughafen kam.
Ich kam mit ihr ins Gespräch und sie zog ihre Jacke aus. Dabei offenbarte sich eine goldene Kette über ihren Pullover. Und daran hing ein Hakenkreuzsymbol aus Gold.
Auf meiner Frage, woher sie das Teil hätte, sagte sie, dass es ein Geschenk ihrer Oma aus Lima gewesen sei.
Ich fragte sie, ob sie wüsste was das Zeichen hier in Deutschland bedeuten würde. Sicherlich, so meinte sie, das gleiche wie bei ihr: ein Glückssymbol, welches den Lauf der Sonne symbolisiert …
Auf meine Nachfrage antwortete sie, dass sie schon von den Nazis und dem Dritten Reich gehört hätte.
Eine weitere Erklärung später schüttelte sie den Kopf und sagte “Für mich bedeutet es Glück.” …
Sie versteckte es auf mein Anraten hin unter ihrem Pullover. …

Donnerstag, 8 November, 2007

Liebe und Wahnsinn

Gespeichert unter: Notizen an das Leben — Careca @ 19:20

Verfassser unbekannt, Geschichte vial Email erhalten.

Die Geschichte vom Wahnsinn und der Liebe

Der Wahnsinn hatte sich entschlossen, seine Freunde zum Kaffee einzuladen. Alle Gäste gingen hin und nach dem Dessert schlug der Wahnsinn vor:
“Lasst uns verstecken spielen!”
“Verstecken? Was ist das?” fragte die Neugier.
“Verstecken ist ein Spiel. Ich zähle bis hundert und Ihr versteckt Euch. Wenn ich dann fertig gezählt habe, muss ich euch suchen und der erste, den ich finde, ist als nächstes mit zählen dran.”
Alle akzeptierten, außer der Furcht und der Faulheit.
“1, 2, 3,…” - fing der Wahnsinn zu zählen an.
Die Eile versteckte sich als erste - irgendwo, irgendwie.
Die Schüchternheit, schüchtern wie üblich, versteckte sich in einer Baumkrone.
Die Freude rannte durch den Garten.
Die Traurigkeit fing zu weinen an, da sie keinen richtigen Platz zum Verstecken fand.
Der Neid ging mit dem Triumph und versteckte sich ganz nahe bei ihm hinter einem Felsen.

Der Wahnsinn zählte immer weiter, während seine Freunde sich versteckten.
Die Verzweiflung war verzweifelt, als sie feststellte, dass der Wahnsinn schon bei 99 angekommen war.

“HUNDERT!” schrie der Wahnsinn, “ich fange jetzt an zu suchen!”
Die erste, die gefunden wurde war die Neugier, denn sie konnte es sich nicht verkneifen, aus ihrem Versteck zu kommen, um zu sehen, wer als erstes geschnappt würde.
Als sich der Wahnsinn etwas umsah, entdeckte er den Zweifel auf einer Mauer - der wusste nicht, ob es besser sei, sich davor oder dahinter zu verstecken.
So ging es dann weiter: er entdeckte die Freude, die Traurigkeit, die Schüchternheit …
Als sie wieder beisammen waren, fragte die Neugier:
“Wo ist denn die Liebe?”
Niemand hatte sie gesehen. Der Wahnsinn fing an, sie zu suchen. Er suchte in den Bergen, Flüssen und unter den Felsen - ohne Erfolg.
Er sah einen Rosenbusch und ging mit Hilfe eines Holzstöckchens zwischen den Zweigen auf die Suche. Da hörte er plötzlich einen Schrei. Es war die Liebe. Sie schrie, weil ein Dorn ihr Auge verletzt hatte. Der Wahnsinn wusste nicht, was er tun sollte. Er bat um Verzeihung, flehte um Vergebung und versprach der Liebe, für immer ihre Sehkraft zu werden.
Die Liebe akzeptierte die Entschuldigungen … und …..
Deshalb ist bis heute die Liebe blind und wird ständig vom Wahnsinn begleitet …

Rauchen gegen Terrorismus

Gespeichert unter: Notizen an das Leben — Careca @ 0:54

Im Jahr 2002 wurde jede Zigarette um zwei Cent extra versteuert. Der Versicherungssteuersatz bei Schaden- und Unfallversicherung stiegt von 15 auf 16 Prozent an, bei Feuerversicherungen von 10 auf 11 Prozent.
Die Anhebung der Tabak- sowie der Versicherungssteuer diente/dient der Finanzierung des Kampfes gegen den Terrorismus.

Jetzt wird sich die Bundeswehr der seit sechs Jahren dauernden US-geführten Anti-Terror-Einsatz “Operation Enduring Freedom” in Afghanistan am Hindukusch nach dem Willen der Regierung ein weiteres Jahr an der Mission beteiligen.

Die Bundesregierung dankt allen Rauchern und Versicherten für deren Beiträge zur Aufrechterhaltung dieser Mission.

Nebenbei:
Das Rauchen in Restaurant und Gaststätten ist ab nächstes Jahr bundeseinheitlich verboten. Friedenspfeifen in geschlossenen Räumen sind somit auch tabu, soweit diese Pfeifen nicht diplomatische Handlungspersonen sind.
Bußgelder, die aufgrund von Verstößen gegen dieses Rauchverbot erlassen werden, wandern gleich in den Hindukusch. Um eifriges Ignorieren des Rauchverbotes im Sinne einer erfolgreichen Terrorbekämpfung wird somit gebeten.

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